Eine psychosomatische Reha kann helfen, wenn Erschöpfung, Depression, Angst, Schlafprobleme oder Belastungen im Beruf das Leben deutlich einschränken. Sie ersetzt keine vollständige ADHS- oder Autismusdiagnostik. Außerdem passt nicht jede Klinik zu Menschen, die reizempfindlich sind, viel maskieren oder mit AuDHS leben.
Das Herzstück dieser Seite
Passende Reha-Kliniken durchsuchen.
Filtere Kliniken nach Ort, Bundesland, Versorgungsform und belegten Hinweisen zu ADHS oder Autismus. Antworten, die eine Klinik zur Veröffentlichung freigegeben hat werden sichtbar gekennzeichnet und bei der Sortierung bevorzugt.
Recherchehilfe · Stand 22. August 2026
Kliniken und Angebote nach dem eigenen Bedarf eingrenzen.
Dieses Verzeichnis ist keine Bestenliste. Es zeigt, was öffentlich belegt ist, was noch direkt zu klären ist und wo es mehrere Erfahrungsberichte gibt. Die Sortierung berechnet keine medizinische Qualität oder Erfolgsaussicht. Sie hilft nur, Angebote nach eigenen Kriterien zu finden.
Wichtig: Ein Eintrag ist keine Behandlungszusage. Angebote, Wartezeiten, Kostenträger, Einzelzimmer und Reizschutz müssen vor einer Entscheidung direkt mit der Einrichtung und dem Kostenträger geklärt werden. Community-Hinweise sind individuelle Erfahrungen, keine Qualitätsnote.
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Wie die Angaben und Community-Hinweise eingeordnet werden
Einrichtungen werden nur dann als ASS- oder ADHS-bezogen beschrieben, wenn dafür eine verlinkte Quelle vorliegt. „Unbekannt“ bedeutet nicht ungeeignet – es bedeutet lediglich, dass derzeit kein belastbarer Nachweis im Verzeichnis hinterlegt ist.
Ein positives oder negatives Community-Signal wird erst gezeigt, wenn mindestens zwei unabhängig auffindbare Erfahrungsberichte in dieselbe Richtung weisen. Bei widersprüchlichen Hinweisen wird keine Richtung bewertet. Sternebewertungen und einzelne Erlebnisse gehen nicht in eine medizinische Bewertung ein.
Hinweise, Änderungen oder fehlende Quellen kannst du über den Kontaktweg der Website melden.
Wofür Reha da ist
Reha soll helfen, wieder handlungsfähiger zu werden.
Rehabilitation soll Teilhabe und Leistungsfähigkeit im Alltag und Berufsleben stärken. Bei ADHS, Autismus oder AuDHS geht es häufig nicht darum, „normaler“ zu werden. Sinnvoller kann sein, Überlastung zu verstehen, einen passend dosierten Alltag aufzubauen und Folgen wie Depression, Angst oder Schlafprobleme mitzubehandeln.
Was Reha nicht leistet
Eine Reha ersetzt keine fachliche Diagnostik.
Eine Reha kann vorhandene Diagnosen berücksichtigen und wichtige Beobachtungen im Entlassbericht festhalten. Sie ersetzt eine vollständige fachliche ADHS- oder Autismusdiagnostik normalerweise nicht.
Vor dem Antrag
Erst das Ziel klären, dann die Klinik suchen.
Was soll sich ändern?
Zum Beispiel: wieder schlafen können, nicht nach jeder Woche zusammenbrechen, mit Reizen besser umgehen, berufliche Perspektiven klären oder nach einer Krise Stabilität finden.
Was braucht dein Nervensystem?
Einzelzimmer, kleine Gruppen, Pausen, klare Tagesstruktur, ruhige Essensmöglichkeiten oder Hilfe bei der Organisation können wichtiger sein als ein wohlklingender Klinikname.
Was muss mitbehandelt werden?
Nenne Haupt- und Nebendiagnosen, Medikamente, Schmerzen, Schlaf, Mobilität und Belastungen. Eine Klinik muss zum gesamten Bild passen – nicht nur zu einem Stichwort wie ADHS.
Wunsch- und Wahlrecht
Du darfst deine Wunschklinik begründen.
Bei einem Reha-Antrag kannst du bis zu drei Wunscheinrichtungen angeben. Der Kostenträger prüft, ob sie medizinisch geeignet, in angemessener Zeit erreichbar und belegbar sind. Begründe deinen Wunsch konkret: Behandlung von Haupt- und Nebendiagnosen, notwendiger Reizschutz, Einzelzimmer, räumlicher Abstand, Barrierefreiheit oder ein passendes Therapieangebot.
Ärztlich besprechen: Welches Reha-Ziel und welche Diagnosen sollen im Antrag stehen? Lass besondere Bedarfe kurz und konkret dokumentieren.
Einrichtungen direkt anfragen: Nicht nur „Nehmen Sie Autismus?“, sondern die Fragen unten stellen und Antworten notieren.
Wunsch begründen: Nenne bis zu drei passende Kliniken im Antrag oder ergänzenden Schreiben. Die Gründe müssen zu deinem Bedarf passen, nicht zu einer Rangliste.
Bescheid sorgfältig lesen: Falls eine andere Klinik zugewiesen wird, prüfe sie auf Eignung. Bei nachvollziehbaren Gegenargumenten kann ein fristgerechter Widerspruch sinnvoll sein.
Die wichtigen Rückfragen
Eine passende Klinik kann konkrete Fragen beantworten.
Eine allgemeine Aussage wie „Wir behandeln auch Autismus“ reicht nicht. Notiere Antworten am besten schriftlich oder direkt nach dem Telefonat.
1
Gibt es aktuell Erfahrung mit erwachsenen Menschen mit ADHS, Autismus oder AuDHS?
2
Wie groß sind Gesprächs-, Sport- und Essensgruppen tatsächlich?
3
Gibt es Einzelzimmer und ist eine ruhige Zimmerlage möglich?
4
Sind Rückzug, Kopfhörer, Sonnenbrille oder Pausen akzeptiert, ohne als „unmotiviert“ zu gelten?
5
Kann ein Therapieplan angepasst werden, wenn Overload, Shutdown oder starke Erschöpfung auftreten?
6
Wie werden Schlaf, Depression, Angst, Schmerzen und andere Begleiterkrankungen parallel behandelt?
Gut vorbereitet starten
Eine kurze Nachricht spart oft mehrere Anrufe.
Muster für eine Anfrage an eine Rehaklinik anzeigen
Betreff: Anfrage zur psychosomatischen Rehabilitation bei [ADHS/Autismus/AuDHS] und [weiteren Belastungen]
Ich prüfe derzeit eine psychosomatische Reha. Bei mir bestehen [Diagnosen / Verdachtsdiagnosen] sowie [z. B. Erschöpfung, Depression, Schlafprobleme]. Besonders wichtig sind für mich [z. B. Einzelzimmer, ruhige Zimmerlage, klare Tagesstruktur, Pausen, Umgang mit Gruppen oder reizärmere Mahlzeiten].
Können Sie mir bitte mitteilen, ob Ihre Klinik aktuell Erfahrung mit erwachsenen Menschen mit [ADHS/Autismus/AuDHS] hat, welche Angebote vorgesehen sind und ob die genannten Bedarfe grundsätzlich berücksichtigt werden können? Außerdem interessiert mich, ob eine Aufnahme über [DRV/Krankenkasse/anderen Kostenträger] möglich ist.
Recherche- und Quellenstand: 22. August 2026. Hinweise auf Änderungen oder fehlende offizielle Quellen bitte über den Kontakt senden.
Die passende Reha beantragen.
Eine geeignete Klinik zu finden ist ein Teil der Vorbereitung. Der Antrag muss außerdem erklären, warum eine Reha nötig ist, was sie verbessern soll und welche Unterstützung du währenddessen brauchst.
Zuständigen Träger klären: Häufig kommen Rentenversicherung oder Krankenkasse infrage. Bei der DRV beginnt der Antrag meist mit G0100 und den ergänzenden Angaben G0110. Die Beratung nennt das aktuelle Antragspaket: Tel. 0800 / 1000 4800.
Ärztliche Begründung vorbereiten: Einschränkungen, bisherige Behandlung, verbleibende Probleme und erreichbare Reha-Ziele festhalten. Bei der DRV ist hierfür der Befundbericht S0051 vorgesehen.
Klinikbedarf begründen: Welche Behandlung und welche Bedingungen brauchst du? Zum Beispiel barrierefreie Wege, Kommunikationshilfen, Reizschutz oder angepasste Pausen. Angebote direkt bei der Klinik bestätigen lassen.
Finanzierung vor Beginn klären: Zahlung des Lebensunterhalts, mögliche Zuzahlung, Reisekosten und notwendige Hilfen mit dem Träger besprechen. Nicht von einer unveränderten Weiterzahlung bisheriger Leistungen ausgehen.
Fordert dich die Krankenkasse oder Arbeitsagentur zum Antrag auf, beachte die im Schreiben genannte Frist. Ein solcher Antrag sollte nicht ohne vorherige Beratung zurückgenommen werden; dies kann finanzielle Folgen haben.